DXF-Datei
Austauschformat für 2D-Vektordaten (Linien, Bögen, Kurven, Layer). Meist Vorlage für Laserschneiden, Wasserstrahlschneiden und andere 2D-Verfahren.
Was ist eine DXF-Datei?
Eine DXF-Datei (Drawing Exchange Format) ist ein Austauschformat für vektorielle CAD-Daten, das Autodesk 1982 zusammen mit der ersten AutoCAD-Version eingeführt hat. Anders als beim nativen, proprietären DWG-Format ist die Struktur von DXF öffentlich dokumentiert, deshalb können fast alle CAD-Programme, CAM-Systeme und Grafikprogramme DXF lesen und schreiben.
DXF enthält vor allem 2D-Geometrie: Linien, Kreise, Bögen, Polylinien, Splines, Texte und Bemaßungen, organisiert in Layern und Blöcken. Das Format kann zwar auch 3D-Elemente speichern, wird in der Praxis aber fast ausschließlich für 2D genutzt. Die Datei hat die Endung .dxf, ist meist textbasiert und existiert in vielen Versionen entsprechend den AutoCAD-Jahrgängen (zum Beispiel R12, 2000, 2013 oder 2018). Ältere Programme können neuere Versionen unter Umständen nicht lesen.
Im Maschinenbau ist DXF die Standardvorlage für Verfahren, die mit einer ebenen Kontur arbeiten: Laserschneiden, Wasserstrahlschneiden und Plasmaschneiden, Stanzen auf CNC-Stanzmaschinen, 2D-Fräsen, Gravieren oder das Schneiden von Dichtungen. Bei Blechteilen wird aus dem 3D-Modell die Abwicklung exportiert, aus der die CAM-Software des Fertigers das Schneidprogramm erzeugt. DXF dient außerdem zur Übergabe von 2D-Zeichnungen an Firmen, die mit AutoCAD arbeiten, und zum Austausch von Leiterplattenumrissen zwischen Elektronikentwicklung und Mechanikkonstruktion.
Wann es sinnvoll ist
Eine DXF-Datei schicken Sie überall dort, wo ein Teil entlang einer Kontur aus einer Platte oder einem Blech herausgetrennt wird: Laserzuschnitte, Flansche, Unterlegscheiben, Schilder, Dichtungen oder Teile aus Kunststoffplatten. Bei gebogenen Blechteilen schickt man üblicherweise die DXF der Abwicklung und zusätzlich eine STEP-Datei oder eine Zeichnung des gebogenen Teils, damit der Fertiger die gestreckte Länge auf seine Werkzeuge umrechnen kann.
Für räumliche Teile reicht DXF nicht aus, dafür braucht es STEP und eine Zeichnung. DXF ersetzt auch keine technische Zeichnung bei Teilen mit Toleranzen, Gewinden oder Oberflächenanforderungen, weil diese Informationen darin fehlen.
Worauf Sie achten sollten
Die meisten Probleme entstehen beim Export. Die Kontur muss geschlossen und frei von doppelten Linien sein, sonst fährt der Laser dieselbe Bahn zweimal ab oder schneidet eine Öffnung nicht vollständig aus. Bemaßungen, Rahmen, Texte und Schraffuren gehören nicht auf den Schneidlayer, Gravuren oder Biegelinien kommen auf einen eigenen Layer. Zeichnen Sie im Maßstab 1:1 und prüfen Sie die Einheiten, denn eine in Zoll exportierte DXF wird beim Fertiger in falscher Größe geladen. Zeichnen Sie die Kontur im Endmaß, die Schnittspaltkorrektur stellt der Fertiger in seinem CAM-Programm ein. Manche Programme zerlegen Splines in kurze Liniensegmente, für exakte Rundungen exportieren Sie deshalb besser echte Kreise und Bögen.
Geben Sie zu jeder DXF Werkstoff, Dicke, Stückzahl und Anforderungen an die Kanten an (entgratet, gratfrei), bei geschliffenem Edelstahl auch die Schliffrichtung. Sehr kleine Löcher und schmale Stege (als Richtwert schmaler als die Blechdicke) klären Sie vorab mit dem Fertiger. Kann seine Software die Datei nicht öffnen, versuchen Sie einen Export in eine ältere DXF-Version.
Kontaktieren Sie uns
Interessiert an unseren Leistungen? Haben Sie eine Frage oder sind Sie bereit zur Zusammenarbeit? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, die erste Beratung ist kostenlos und wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen.
Weevoy3D Solutions s.r.o.
ID: 23170930
Nicht umsatzsteuerpflichtig
Rechnungsadresse
Nové sady 988/2
602 00 Brno (Staré Brno)
Bankkonto
6753998319/0800
EUR-Konto
CZ09 0800 0000 0067 5399 8319