CAD und Modellierung

Parametrische Modellierung

3D-Modellierung, bei der Maße, Gleichungen und Beziehungen die Geometrie steuern. Ändert sich ein Parameter, folgen Modell, Baugruppe und Zeichnungen.

Was ist parametrische Modellierung?

Parametrische Modellierung ist ein Ansatz zur Erstellung von 3D-CAD-Modellen, bei dem die Geometrie über Parameter (Längen, Winkel, Radien) und über Beziehungen zwischen den Geometrieelementen definiert wird. Die Änderung eines Parameters wirkt sich automatisch auf alle abhängigen Elemente aus, und das Modell wird neu aufgebaut.

Im Gegensatz zur direkten Modellierung (Direct Modeling), bei der Sie die Geometrie unmittelbar durch Verschieben von Flächen ändern, bewahrt ein parametrisches Modell die Konstruktionsabsicht (Design Intent). Beispielsweise ist der Bohrungsdurchmesser immer halb so groß wie der Zylinderdurchmesser, oder die Länge beträgt stets das Dreifache der Breite. Das ermöglicht schnelle Iterationen, weil die Änderung eines Eingangsparameters das gesamte Modell aktualisiert.

Die parametrische Modellierung ist der vorherrschende Ansatz in CAD-Systemen für den Maschinenbau wie SolidWorks, CATIA, Inventor oder NX. Das Modell entsteht als Abfolge von Features (Skizze, Extrusion, Verrundung, Bohrung und weitere), die im Feature-Baum gespeichert werden, weshalb man auch von featurebasierter Modellierung spricht. Jedes Feature ist parametrisch definiert und lässt sich später bearbeiten.

Eine saubere Parametrisierung ist entscheidend für effizientes Arbeiten: verständlich benannte Parameter, Gleichungen für voneinander abhängige Maße und Skizzen, die weder überbestimmt noch unterbestimmt sind. Ein gut parametrisiertes Modell kann auch ein anderer Konstrukteur ohne Rücksprache mit dem Ersteller ändern.

Wann es sinnvoll ist

Der parametrische Ansatz lohnt sich bei Teilen und Baugruppen, die geändert oder in Varianten gefertigt werden: Produktreihen in mehreren Baugrößen, konfigurierbare Maschinen, Teile, deren Maße vom Einbauraum abhängen, oder Konstruktionen in der Entwicklung, bei denen mehrere Iterationen zu erwarten sind.

Die parametrische Modellierung eignet sich auch für das Reverse Engineering, wenn aus Scandaten ein sauberes Modell mit klar definierten Maßen entstehen soll, und überall dort, wo ein anderer Konstrukteur oder ein anderes Unternehmen das Modell übernehmen und weiterbearbeiten soll.

Worauf Sie achten sollten

Ein schlecht aufgebautes parametrisches Modell kann schlechter sein als gar keines. Ein langer Feature-Baum mit Bezügen auf zufällige Kanten und Flächen bricht bei Änderungen zusammen, und die Reparatur dauert länger als eine Neumodellierung. Features sollten deshalb auf Hauptebenen und Steuerskizzen referenzieren, nicht auf Kanten, die erst durch Verrundungen oder Fasen entstanden sind.

Wenn Sie ein Modell von einem Dienstleister übernehmen, prüfen Sie, ob Sie native Dateien mit Feature-Historie erhalten (nicht nur STEP), mit welcher Softwareversion sie erstellt wurden und ob die Skizzen vollständig bestimmt sind. Wenn Sie Varianten erwarten, sagen Sie das vorab, damit das Modell Konfigurationen oder eine Parametertabelle erhält.

Kostenlose unverbindliche Beratung

Kontaktieren Sie uns

Interessiert an unseren Leistungen? Haben Sie eine Frage oder sind Sie bereit zur Zusammenarbeit? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, die erste Beratung ist kostenlos und wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen.

Weevoy3D Solutions s.r.o.

ID: 23170930

Nicht umsatzsteuerpflichtig

Rechnungsadresse

Nové sady 988/2

602 00 Brno (Staré Brno)

Bankkonto

6753998319/0800

EUR-Konto

CZ09 0800 0000 0067 5399 8319