SolidWorks
3D-CAD-Software von Dassault Systèmes für die parametrische Modellierung von Teilen und Baugruppen, Zeichnungen und einfache Simulationen.
Was ist SolidWorks?
SolidWorks ist eines der am weitesten verbreiteten 3D-CAD-Programme für den Maschinenbau und wird von Dassault Systèmes entwickelt. Der Hersteller schreibt den Namen heute in Großbuchstaben (SOLIDWORKS). Eingesetzt wird die Software vor allem in der Konstruktion im Maschinenbau und in der Industrie, besonders in kleinen und mittleren Unternehmen.
SolidWorks umfasst Werkzeuge für die parametrische 3D-Modellierung von Einzelteilen und Baugruppen, die Erstellung von Fertigungszeichnungen mit Bemaßung und Toleranzen, Simulationen (Festigkeitsanalyse mit der Finite-Elemente-Methode, Strömung, Wärmeübertragung), CAM-Module für die CNC-Programmierung, Datenverwaltung (SolidWorks PDM) und Funktionen für die Zusammenarbeit.
Bei Konstrukteuren ist SolidWorks wegen seiner verständlichen Benutzeroberfläche, der großen Anwendergemeinschaft und der Bibliotheken mit Normteilen (Schrauben, Lager, Profile) beliebt. Modelle und Zeichnungen lassen sich für Fertigung und Zusammenarbeit in STEP, IGES, DXF, PDF und weitere Formate exportieren.
Alternativen sind Autodesk Inventor, PTC Creo, Siemens NX (häufig in Großunternehmen) oder das cloudbasierte Autodesk Fusion 360 (beliebt bei Start-ups und kleineren Entwicklungsteams). Jedes System hat seine Stärken. Die Erfahrung eines Konstrukteurs lässt sich aber weitgehend von einem System auf ein anderes übertragen und ist meist wichtiger als die Kenntnis einer bestimmten Software.
Wann es sinnvoll ist
SolidWorks ist eine gute Wahl für die Konstruktion von Maschinenteilen, Baugruppen, Vorrichtungen, Blechteilen und Schweißkonstruktionen, also für die typische Arbeit einer Konstruktionsabteilung im Mittelstand. Die große Verbreitung erleichtert den Datenaustausch mit Lieferanten und die Suche nach Konstrukteuren auf dem Arbeitsmarkt.
Wenn Ihr Lieferant oder Kunde mit SolidWorks arbeitet, bleiben beim Austausch nativer Dateien die komplette Modellhistorie und die Zeichnungen erhalten, was spätere Änderungen erleichtert. Für Festigkeitsberechnungen gängiger Bauteile lassen sich die integrierten Simulationsmodule nutzen, ohne in ein anderes Programm zu wechseln.
Worauf Sie achten sollten
Native SolidWorks-Dateien sind nicht abwärtskompatibel. Ein in einer neueren Version gespeichertes Modell lässt sich in einer älteren Version nicht öffnen. Stimmen Sie beim Datenaustausch deshalb die Version ab oder legen Sie zusätzlich eine STEP-Datei bei. Große Baugruppen mit Tausenden von Teilen können träge werden und erfordern Disziplin im Umgang mit Konfigurationen, vereinfachten Darstellungen und externen Referenzen.
Die Wahl des CAD-Systems sollte sich danach richten, mit wem Sie zusammenarbeiten und welche Aufgaben Sie lösen. Für anspruchsvolle Flächenmodellierung von Karosserien oder für sehr große Baugruppen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden häufiger CATIA oder NX eingesetzt. Fragen Sie Ihren Konstruktionsdienstleister, in welchem Format und in welcher Version Sie die Quelldaten erhalten.
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